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Otterhound

Der Ursprung dieser englischen Jagdhundrasse lässt sich nicht genau recherchieren. Mutmaßungen zufolge vereinen sich im Otterhound Blutlinien von vollkommen verschiedenen Rassestämmen wie Foxhound, Airedale Terrier, Spaniel, Bulldog etc., auch französische Griffons.

Einige charakteristische Merkmale, z.B. die langen, fransig behaarten Behänge und die Vorliebe des Otterhounds für Wasser, lassen auf Einkreuzungen von Water Spaniels schließen. In der Hauptsache hat sich der Otterhound wohl aus dem alten Southern Hound und dem Bloodhound entwickelt. Wie der Name besagt, wurde diese alte Jagdhundrasse speziell für die Jagd auf den Fischoffer gezüchtet.

Die Rasse entstand höchstwahrscheinlich zwischen 1002 und 1024, also während der Regierungszeit von King Henry II of England, der den Titel ,,Master of Otter Hounds“ erfand und sich als solcher erstmals urkundlich registrieren ließ.

In den Anfängen der Zucht war das Erscheinungsbild von Otter-hound-Meuten alles andere als homogen, denn hier tummelten sich sämtliche Hundetypen, die es gab, mit nur einer einzigen Gemeinsamkeit: die besondere Fähigkeit, den Fischotter erfolgreich zu jagen. Später setzten sich Otterhound-Meuten aus reinen Otterhounds und auch aus Mischlingen dieser und anderer Jagdhundrassen zusammen. Es gab in Großbritannien überhaupt nur zwei Jagdmeuten, die aus rein gezüchteten Otterhounds bestanden, die ,,Dumfriesshire Pack“ und die von Kendal and Distnct“. Von einer geregelten Otterhound-Zucht, aus der ein Hund hervorging, wie wir ihn heute kennen, kann erst ab dem Ende des 19. Jh. die Rede sein.

Verwendung:
Der Otterhound ist berühmt für seine feine Nase und kann unter optimalen Bedingungen auch auf einer bis zu 36 Stunden alten Spur noch erfolgreich arbeiten. Diese enorme Riechleistung ist das Erbe seiner Bloodhound-Vorfahren. Otterhound-Meuten sind außerdem in der Lage, dem im Wasser schwimmenden Fischotter mehrere Stunden lang zu folgen.
Heutzutage gilt ein europaweites Verbot für die Jagd auf den Fischotter, seit 1977 auch in Großbritannien. Der Otterhound wurde dadurch nicht arbeitslos, denn er überzeugt auch auf anderen jagdlichen Gebieten – einzeln oder in der Meute – durch hervorragende Leistungen, vor allem bei der Fährten- und Schweißarbeit. Sein freundliches, geselliges Wesen ohne jede Aggression macht den Otterhound zum idealen Familienmitglied. Ein liebenswerter Zottel Riese, den man hierzulande leider viel zu selten trifft.

Standard (in Auszügen):
Ursprung: Großbritannien.
Verwendung: großer, starker Laufhund, ursprünglich dazu erschaffen, den ganzen Tag im Wasserjagen zu können, jedoch auch zum Galopp auf festem Boden fähig.
Allgemeines Erscheinungsbild: großformatiger Hund mit geraden, korrekt gestellten Gliedmaßen, rauhaarig, mit majestätischem Kopf, kräftigem Körper und mit lockerem raumgreifendem Bewegungsablauf.
Rute: hoch angesetzt, beim aufmerksamen oder aktiven Hund hoch getragen, niemals über dem Rücken eingerollt.
Haar: lang (4-8 cm), dicht, rauh, hart, undurchlässig, aber kein Drahthaar“. Das Haar scheint leicht gewellt…. bei Unterwolle und Deckhaar kann man eine leicht ölige Textur feststellen.
Farbe: alle sonst bei Laufhunden anerkannten Farben sind zulässig. Größe: Widerristhöhe beim Rüden ungefähr 67 cm und 60 cm bei der Hündin.