Startseite » Hunde » Malteser

Malteser

Der Malteser ist wahrscheinlich eine der ältesten Hunderassen überhaupt. Er gehört zur Gruppe der Bichons, zu denen außerdem der Bichon frise, der Havaneser, Bologneser, der Coton de Tulear sowie das Löwchen gehören. Der Malteser ist der am weitesten verbreitete und beliebteste Bichon.

Als Ursprung des Maltesers gilt wahrscheinlich die Mittelmeerinsel Malta. Dort ist die Rasse jedoch nicht entstanden, sonder das Interesse an ihr ging von der Insel aus. Die Phönizier errichteten auf Malta Kolonien, die im 6. Jahrhundert vor Christus von den Karthagern übernommen wurden. Danach erfolgten Invasionen von Römern, Türken, Arabern und Normannen. Bis zur Unabhängigkeitserklärung 1964 blieb Malta unter britischer Herrschaft. In der Zeit der Phönizier und Karthager gab es in vielen Teilen der Erde kleine Schoßhündchen, und einige wurden wahrscheinlich von Händlern nach Malta gebracht. Zum Teil kamen diese Hunde aus Ägypten. Kaiser Claudius soll einen solchen Hund besessen haben. Da dieser Hund ein Statussymbol der regierenden Schicht Roms war, war er natürlich auch in den Kolonien sehr wichtig. Publius, der römische Gouverneur auf Malta, besaß einen malteserähnlichen Hund. Besitzer dieser Hunde gab es nur in der Oberschicht.

Durch die Isolation Maltas wurde der Malteser ständig ingezüchtet, was nach gewisser Zeit zu einer Vereinheitlichung des Typs führte. Das gab es für andere Rassen nicht, und diese Festigung des Typs unterstützt die Malta-Theorie. Wenn auch der Malteser nicht ursprünglich von Malta stammt, so wurde er auf dieser Insel doch rein erhalten. Im Alten Rom und Griechenland war er ein beliebter Hund der Oberklasse und
Begleiter adeliger Damen, die ihn als „Bettwärmer“ und „Heizkissen“ benutzten. Denn die Wärme, die er ausstrahlte, wirkte sich wohltuend bei allerlei Krankheiten aus und seine Anwesenheit erfreute die Seele.

Malteser sind lebhafte, verspielte kleine Hunde. Die Schulterhöhe beträgt ca. 23 bis 25 cm bei einem Gewicht von etwa 2,5 bis 4 kg. Er ist sehr intelligent, manchmal sogar etwas listig. Er weiß genau, wie man Herrchen oder Frauchen um den Finger wickeln kann. Man kann seinem Charme eben schlecht widerstehen.

Der Malteser verlangt zwar tägliche Spaziergänge, die durchaus auch etwas länger dauern können (zwei bis drei Stunden schafft der Malteser ohne Probleme), aber ebenso liebt er ein warmes, gemütliches Plätzchen auf dem Sofa oder auch im Bett.

Das Herumtollen mit Artgenossen ist für einen Malteser das Schönste. Darum eignet er sich auch sehr gut als Zweithund. Ein Malteser liebt seinen Besitzer über alles und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Am liebsten möchte er überall dabei sein. Fremden gegenüber ist er ein wenig reserviert, weshalb es wichtig ist, ihn schon im Welpenalter an fremde Personen und neue Umgebungen zu gewöhnen.

Es sollte noch erwähnt werden, dass Malteser oft mäkelige, schlechte Fresser sind, insbesondere wenn sie als Einzelhund gehalten werden. Zudem haben sie oft ein sehr empfindliches Verdauungssystem. Für die Fellpflege, einschließlich der Reinigung der Augen und des Bartes (besonders bei Fütterung von Nassfutter), muss man ca. eine halbe Stunde täglich einplanen. Wer sich für einen Malteser entscheidet, sollte Spaß an der Fellpflege haben, sonst hat er statt eines weißen, gepflegten Hundes eine verfilzte Fellkugel.