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Samojede

Die Samojeden waren Nomaden, die mit ihren Rentierherden zogen, Jäger und Fischer, die sich keine festen Wohnstätten bauten, sondern stets nur ihre Zelte aus Tierhäuten errichteten. Ein einfaches Volk, stets vorwärtsgetrieben, ausgesetzt dem Regen, dem Eis und dem Schnee. In diesem Kampf um die Existenz zählten die Hunde, sie beschützten und hüteten die kostbaren Rentierherden, zum wertvollsten Besitz. Der Samojede war auch Helfer bei der Jagt auf wehrhaftes Wild und er wurde bei Bedarf als Schlittenhund eingesetzt. Es wird berichtet, die Samojeden hätten ihre Hunde nicht nur in den Zelten werfen lassen, sondern sie hätten sie auch später noch besonders während der Nacht zu sich in die Zelte genommen, bestimmt oft als natürliches „Heizkissen“ und so den Grundstein für das, bis heute erhaltene, relativ enge Verhältnis zwischen Hund und Familie gelegt. Auch schien es, dass etwas von der glücklichen, freundlichen Art der primitiven Volksstämme in jedem Samojeden zu finden ist, von dem gesagt wird, er sei „der weisse Hund, der auf seinem Gesicht und in seinem Herzen das ganze Jahr hindurch den Geist des Weihnachtsfestes trage“.
Bereits im Jahre 1698 wurden die „dickfelligen Hunde in Nordrussland“ in Reiseberichten erwähnt, doch dauerte es bis zum Jahre 1889, als die Samojeden ihrem Dornröschenschlaf entrissen wurden. Der Engländer Mr. Kilburn-Scott kaufte damals in Archangelsk den Junghund „Sabarka“ und brachte ihn zusammen mit anderen Erstimporten nach England. Diese Tiere bildeten zusammen mit einem weiteren Import durch Jackson den Grundstock für den Aufbau der Somojedenzucht.
Diese nach England gebrachten Samojeden zeigten noch starke individuelle Unterschiede, ja es wurde anfänglich sogar die völlig schwarze Farbe geduldet. Erst später wurde dann beschlossen, schwarze und gescheckte Exemplare aus der Zucht auszuschliessen, was dank der rezessiven Vererbung der weissen Farbe leicht durchführbar war.
Heute werden die Samojeden in unseren Breitengraden wohl kaum noch zum Hüte von Herden verwendet. Als Schlittenhunde aber haben diese ursprünglichen Arbeitshunde jedoch Gelegenheit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

… grosse, weiße Hund mit dem lächelnden Gesicht, den dunklen Augen, dem kräftigen, stämmigen und muskulösen Körper und den für große Geschwindigkeiten geschaffenen Läufen.

Kilburn Scott (1889)

FCI-Standard Nr. 22 (Fragment)

Ursprung: Nordische Länder
Allgemeines Erscheinungsbild
Fast quadratischer nordischer Spitz. Elegante Erscheinung, ein Bild von Kraft, Anmut, Behendigkeit, Würde und Selbstvertrauen.

Haarkleid
Reiche, schwere, elastische und dichte Behaarung. Der Samojede ist ein Hund mit sogenanntem doppeltem Haarkleid. Mit kurzer, weicher, dicht geschlossener Unterwolle und mit langem, hartem Haar das durch die Unterwolle wächst und so das Deckhaar bildet. Das Haarkleid sollte an Hals und Schultern einen Kragen und eine schöne Halskrause bilden, welche bei Rüden den Kopf umrahmt. An der Außenseite des der Ohren und an den Vorderseiten der Läufe ist das Haar kurz und glatt. Die Innenseiten der Ohren sollte gut behaart, und zwischen den Zehen soll schützendes Haar vorhanden sein. Die Rute sollte üppig behaart sein. Das Haarkleid der Hündinnen ist häufig kürzer und von weicherer Beschaffenheit.

Farbe
Weiß, creme oder weiß mir bisquit. Nase Lefzen und Augenlieder schwarz. Der Nasenschwamm ist manchmal lederbraun und weißt einen Pigmentverlust auf.

Größe
Die Ideale Größe für Rüden: 54 -60 cm (Ideal 57), Hündinnen 50-56 cm (Ideal 53 cm)