Warum heulen Hunde bei Vollmond?

Ein Szenario, das die meisten Menschen aus Horror- oder Gruselfilmen kennen. Ein riesiger Mond und ein heulender Wolf oder Hund, der den Kopf in den Nacken wirft und den Mond anheult. Doch die Frage ist nun tatsächlich, ob dieses Bild der Realität entspricht oder einfach nur ein bestimmtes Bild vermittelt. Oder vielleicht ganz andere Hintergründe hat.

Heulen Hunde bei Vollmond?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Ja, Hunde heulen bei Vollmond. Allerdings tun sie das auch bei jeder anderen Mondphase ( Mondkalender im Überblick ). Es heulen auch nicht generell alle Hunde, manchen Rassen heulen mehr, andere weniger und wieder andere gar nicht. Es kann sein, dass manche Hunde bei Vollmond mehr heulen. Dies liegt jedoch daran, dass es heller ist und der Hund deutlich mehr sieht. Bei Vollmond sieht er jedes Eichhörnchen, das von Baum zu Baum turnt. In einer stockfinsteren Nacht sieht er deutlich weniger. Er heult also auch weniger.

Warum heulen Hunde?

Das Heulen unserer Haushunde stammt noch von den Wölfen ab, den Vorfahren unserer Hunde. Wölfe sind Nachttiere, sie kommunizieren auf diese Art und Weise. Und das tun sie unabhängig vom Mond. Sie rufen so ihr Rudel zusammen, verabreden sich zur Jagd oder suchen einen Partner. Das Heulen stärkt den Zusammenhalt des Rudels. Neben der Kontaktaufnahme zu Artgenossen dient das Heulen auch der Abgrenzung des Territoriums. Jeder mögliche Eindringling wird gewarnt, das Revier dieser Wölfe zu betreten. Hunde heulen aus unterschiedlichen Gründen. Sie möchten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie drücken so Angst aus oder sie suchen einen Partner. Es kann durchaus eine Reaktion auf laute Geräusche sein.

Hunde heulen mal mehr und mal weniger – warum?

Wie bereits erwähnt, spielen die Lichtverhältnisse bei Vollmond eine Rolle. Aber Wölfe oder Hunde heulen nachts deutlich mehr. Dies liegt an der Tatsache, dass sie nachts deutlich mehr und besser Geräusche wahrnehmen können. Es sind weniger Autos unterwegs und es laufen weniger Maschinen. Es gibt also deutlich weniger äußere Störquellen.

Den Kopf in den Nacken beim Heulen – der Grund

Hunde oder Wölfe werfen ihren Kopf in den Nacken, wenn sie heulen. Dies hat einen ganz einfachen Grund. Würden sie in Richtung Boden heulen, könnten ihre Laute weit weniger gehört werden. Nach oben in Richtung Mond heulen, ermöglicht den Tieren immerhin eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern. Diese Haltung hat also gar nichts mit dem Mond zu tun, sie ermöglicht lediglich eine deutliche Erhöhung der Reichweite. So können mehr Artgenossen erreicht werden.