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Kaukasischer Owtscharka

Ähnlich den Hirtenhunden der Bergregionen Europas haben sich aus den gleichen Vorfahren den doggenähnlichen Hunden Asiens die Hirtenhunde des Kaukasus und der riesigen Steppengebiete Mittelasiens zu Hirtenhunden entwickelt.

Erst 1969 kamen mit der sowjetischen Armee die ersten Kaukasischen Owtscharkas in die damalige DDR. Erst 10 Jahre später kamen auch die ersten Tiere in die BRD. Im Jahre 1981 gründeten Liebhaber dieser außergewöhnlichen und attraktiven Hunde den Kaukasischen Owtscharka Club e. V.“ (KOC) mit dem Ziel, auch in Zukunft diese Rasse in ursprünglichen, wesensfesten und gesunden Hunden zu erhalten.

Verwendung:
Der Kaukase wird noch immer im Ursprungsland, besonders im Kaukasus, aufgrund seiner Wachsamkeit, seines Territorialverhaltens, seines Beschützerinstinktes gegenüber seinem Besitzer oder seinem „Rudel“ als Herdenschutzhund eingesetzt. Bei uns in Deutschland werden diese Hunde als attraktive Begleithunde, aber auch als Wachhunde gehalten.

Standard:
Am 23.8.1984 wurde der Rassestandard bei der FCI in Belgien unter der Nummer 328 registriert. Der Kaukase hat eine grobe bzw. kräftige Statur mit massivem Knochenbau und starker Muskulatur. Der Geschlechtstyp ist gut ausgeprägt. Die Hunde besitzen schlichtes Haar mit stark entwickelter Unterwolle, welche stets heller sein müssen als das Deckhaar. Nach der Länge des Haarkleides unterscheidet man drei Typen:
Lang-, Kurzhaar und den Zwischentyp. Ferner treten folgende Farbschläge auf: graumeliert, in verschiedenen hellen und roten Farbtönen, weiß wie auch gescheckt, getigert und ebenfalls gefleckt. Der Kopf ist massiv mit breitem Schädel und stark entwickelten Backenknochen. Die Ohren müssen hoch angesetzt und hängend getragen werden. Im Ursprungsland werden die Ohren noch kupiert. Die Augen sollen mittelgroß, von ovaler Form und dunkel sein. Die Rasse muss ein Scherengebiss haben, welches kräftig, gut entwickelt und fest aneinander liegende Zähne haben soll. Der Hals ist kurz und muskulös, der Rücken breit, gerade und endet in einer hochangesetzten Rute, welche bis zu den Sprunggelenken reicht. Die Gliedmaße sind gerade und massiv. Die Pfoten haben eine ovale Form sind groß und geschlossen.

Eigenschaften:
Im Wesen oder Charakter ist der kaukasische Owtscharka ein starker ausgeglichener und ruhiger Hund. Er besitzt ein furchtloses dabei aber sicheres Wesen mit einem gewissen Hang zur Eigenwilligkeit. Typisch sind sein Schutztrieb und sein Misstrauen gegenüber Fremden was er aber bevorzugt im eigenen Territorium zeigt. Demgegenüber ist er in der eigenen Familie anhänglich und ihr gegenüber normalerweise loyal. Trotz der oftmals scheinenden Schwerfälligkeit sind die Hunde sehr schnell im Sprint und plötzlich und sehr schnell in ihren Verteidigungsaktionen.

Besonderheiten;
Die über Jahrhunderte reichende Zucht als Beschützer und Wächter der Herde formt den Kaukasen zu einem selbständig arbeitenden Hund, welcher Misstrauen allen Fremden gegenüber an den Tag legt. Deshalb ist eine konsequente Erziehung und Kenntnisse über die Rasse eine Unumgänglichkeit für das Funktionieren der Partnerschaft Mensch Hund. Schon früh soll die Erziehung in der Familie mit der nötigen Aufmerksamkeit und mit Sachverhalt betrieben werden, unabhängig davon, dass der Kaukase zu den Spätentwicklern gehört. Dabei sollen unbedingt Ausbildungsplätze mit Schutzhundeausbildung gemieden werden.