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Karelischer Bärenhund (Karjalankarhukoira)

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Karelischer Bärenhund (Karjalankarhukoira)

Der Karelischer Bärenhund kommt aus Finnland und wurde für die Jagd auf wehrhaftes Wild wie Bär, Luchs, Schwarzwild und Elch eingesetzt. Alljährich finden im Herbst in Finnland sogenannte Elchverbell-Wettkämpfe statt. Zugelassen sind Hunde, die schon Austellungs- und Gebrauchshundezertifikate besitzen. Die Prüfungsexperten berücksichtigen für ihre Beurteilung Beginn, Suchzeit, Fährtenvorvolgung, Belldauer, Bellstärke Schußgelegenheit für den Jäger und das Verhalten in den einzelnen Jagdphasen. Die ingesamt 13 besten Hunde werden zum abschließenden Landeswettkampf zugelassen, wo der jährliche Elchkönig Finnlands erkornen wird.

Seine eigentliche Reinzucht begann erst im Jahre 1935. Als Rasse wurde er 1946 von der FCI anerkannt.

F.C.I.-Standard Nr. 48 / 31. Mai 1994 / D
ÜBERSETZUNG: Frau Michèle Schneider

URSPRUNG: Finnland

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDS: 15.September 1989

VERWENDUNG: Vielseitig verwandbarer Jagdhund, unter anderem für wehrhaftesWild (Bär,Fuchs) und Hochwild (Elch, Hirsch, Wildschwein)

KLASSIFIKATION F.C.I.:
Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp)
Sektion 2 (Nordische Jagdhunde)
Ohne Arbeitsprüfung

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Hund von mittlerer Größe und robuster, kräftiger Gestalt; ein wenig länger als hoch, mit dichter Behaarung und aufrecht stehenden Ohren.

VERHALTEN – WESEN: Von natürlicher Ausgeglichenheit, ein wenig in sich gekehrt (unzugänglich), beherzt, mutig;seine präzise arbeitenden Sinne, insbesondere sein Geruchssinn, erlauben den Gebrauch bei der Jagd auf Hochwild.

KOPF: Von vorne besehen ist er dreieckig, die Stirn und die Wangen relativ breit. Die Stirn ist ein wenig gewölbt, der Stop ausgeprägt, aber nicht abrupt abfallend; die Augenbrauenbogen sind gering entwickelt; der Fang ist tief und verschmälert sich nur wenig bis zur Nasenspitze; der Nasenrücken ist vorzugsweise gerade. Der schwarze Nasenspiegel ist kräftig entwickelt. Die Lefzen sind dünn und gut geschlossen.

GEBISS: Die Schneidezähne bilden ein Scherengebiß.

AUGEN: Relativ klein und braun. Der Ausdruck ist lebhaft, oft voller Feuer.

OHREN: Stehohren von mittlerer Größe mit leicht abgerundeten Spitzen.

HALS: Stark, von mittlerer Länge, gewölbt und von dichtem Haar bedeckt.

VORDERE GLIEDMASSEN: Kräftig; die Schultern sind relativ schräg und muskulös. Die Ellbogen sind gerade nach hinten ausgerichtet. Die Unterarme sind gerade, das geschmeidige Vorderfußwurzelgelenk ist nur leicht abgewinkelt.

RUMPF: Kräftig; Rücken gerade und geschmeidig. Die Rückenmuskulatur ist gut entwickelt. Die geräumige Brust reicht bis etwa in Ellbogenhöhe herab. Die Kruppe ist breit und leicht geneigt. Die Bauchlinie steigt sanft an.

HINTERE GLIEDMASSEN:
Kräftig und muskulös; von hinten besehen sind sie gerade und parallel. Die Vorderseite der hinteren Gliedmassen verläuft harmonisch gerundet. Der Oberschenkel ist breit. Der Sprunggelenkswinkel ist mäßig ausgeprägt.

PFOTEN:
Die Vorderpfoten sind geschlossen, gut gewölbt und ziemlich rund. Die Hinterpfoten sind geschlossen und ein wenig länger und flacher als die Vorderpfoten.

RUTE:
Sie ist hoch angesetzt, von mittlerer Länge, bogenförmig über dem Rücken gebogen, so daß die Rutenspitze die Flanke seitwärts oder auf dem Rücken berührt.

HAARKLEID:
Das Deckhaar fühlt sich steif und hart an; länger an Hals, Rücken und hinter den Oberschenkeln. Die Unterwolle ist weich und dicht.

FARBE:
Schwarz oder von einer annähernd mattbraunen Farbe, die vom Durchscheinen der gewöhnlich rotbraunen Unterwolle herrührt; vorzugsweise mit deutlich umgrenzten weißen Flecken oder Abzeichen an Kopf, Hals, Brust, Bauch und Gliedmaßen. Die rein schwarze Färbung ist ebenfalls zulässig.

GRÖSSE:
Die ideale Widerristgröße beträgt :
Für Rüden : 57 cm
Für Hündinnen : 52 cm.
Zulässige Abweichung : +/- 3 cm.

ZULÄSSIGE ABER UNERWÜNSCHTE EIGENSCHAFTEN:

Kupierte Rute. Afterkrallen. Weißes Fell mit schwarzen Flecken und wolfsfarbene Flecken. Grauschwarzes Fell, hervorgerufen durch die Einmengung von grauen (wolfsfarbenen) Haaren in die schwarzen Haare.

Fehler:

Schwächlicher Knochenbau.
Schmaler Schädel.
Spitzer Fang.
Fledermausohren.
Stark gewölbte Stirn.
Augen hell und mit etwas Blau.
Lose Haut am Hals.
Zu weit herabreichende Brust, tonnenförmige Brust.
Steile Schultern.
Steile Sprunggelenke und flache Pfoten.
Gewelltes Haar.
Gerade Rute, Peitschenrute, Säbelrute.
Unzulässige Farben.
Gefährliche, menschenbezogene Aggressivität.
Zu kurze oder zu hohe Gliedmaßen, welche den Hund entweder zu lang oder zu kurz erscheinen lassen.

WICHTIGE PROPORTIONEN:
Das Verhältnis von Rumpflänge zu Widerristhöhe liegt bei 10-9, 7 zu 9,8; d.h. daß der Hund etwa 2 – 3 % länger als hoch ist. Wegen der hosenbildenden langen Haare an den Hinterläufen erscheint der Hund oft ein wenig länger als hoch.

N.B.: Die Rüden müssen zwei augenscheinlich normale und völlig ins Skrotum abgestiegene Hoden aufweisen.