Hundeportrait: Curly Coated Retriever

Der Curly ist ein intelligenter, temperamentvoller Hund, der eine relativ lange Jugendphase hat. Erst mit ca. 3 Jahren ist dieser große Retriever körperlich und mental erwachsen. Was verbirgt sich hinter dem aristokratischen Äußeren des Curly Coated Retrievers? Worauf sollte man sich einstellen, wenn die Wahl auf einen Vertreter dieser Rasse gefallen ist?

Der Curly ist ein intelligenter, tempramentvoller Hund, der eine relativ lange Jugendphase hat. Erst mit ca. 3 Jahren ist dieser große Retriever körperlich und mental gewachsen.

Diese Tatsache stellt an den zukünftigen Besitzer einige Ansprüche. Geduld, Humor, liebevolle Konsequenz und natürlich Spaß an der Bewegung im Freien sind ein unbedingtes Muss, um den Ideenreichtum eines Curlies sinnvoll zu kanalisieren und um eine enge, vertrauensvolle Bindung herzustellen. Die Rasse verfügt über eine schnelle Auffassungsgabe, neue Aufgaben werden begeistert ausgeführt. Ständige Wiederholungen dagegen langweilen den Curly und verleiten ihn dazu eigene Ideen zu entwickeln. Hier gilt es, die Ausbildung vorausschauend zu gestalten.

Im täglichen Umgang gibt sich der Curly Coated Retriever souverän und belastbar. Er ist freundlich und selbstbewusst im Umgang mit Mensch und Tier.

Der CCR wird weltweit nicht nur als unermüdlicher Apporteur geschätzt, auch als Blinden- und Behindertenbegleithund, als Rettungshund, Schlittenhund und natürlich als aktiver Familienhund leisten sie ihren wertvollen Beitrag in der heutigen Zeit.

Im Gegensatz zum Golden- und Labrador Retriever benimmt er sich im Kontakt mit fremden Personen eher abwartend und zurückhaltend. Die meisten Curlies besitzen Wach- und Schutztrieb.

Die Fellpflege gestaltet sich einfach und zeitsparend. Durch regelmäßiges Durchmassieren mit feuchten Fingern entfernt man totes Haar und die Locken bleiben sauber und dicht. Häufiges Schwimmen lässt das Fell tiptop aussehen. Etwa alle 4-6 Wochen werden die Locken mit einer Schere in Form gebracht, indem man die Spitzen kürzt.

Curly Coated Retriever lieben das Apportieren

Retriever sind Spezialisten für die Arbeit nach dem Schuss. Die spezifische Arbeit des Retrievers ist das Bringen von geschossenem Wild (engl.: to retrieve= herbeiholen, bringen, auffinden). Ihren Einsatz finden sie hauptsächlich bei Niederwildjagden auf Fasan, Rebhuhn, Ente, Gans, Taube und Hase.
Grundsätzlich soll der Retriever bei der Jagd absolut gelassen und still sein, d.h. er soll ohne zu bellen oder zu winseln neben seinem HF sitzen und warten bis dieser ihn zur Arbeit schickt.

Tipps zum Welpenkauf eines Curly Retrievers

Lange haben Sie auf der Suche nach einem passenden Welpen im Internet gesurft. Sie haben versucht Informationen aus Büchern zu bekommen, haben mit diversen Züchtern und Besitzern telefoniert, sich Hunde angeschaut und nächtelang mit der Familie diskutiert. Aber nun sind Sie sicher: ein Curly soll es sein!

Der Curly gehört zu den selteneren Rassen und ist nicht unbedingt gleich um die Ecke zu finden. Bei einem wirklich ernsten Wunsch nach dieser Rasse muss sich der Interessent auch auf Wege ins Ausland gefasst machen und generell längere Wartezeiten einplanen. Mit etwas Glück finden Sie jedoch auch in Deutschland einen Züchter, der in näherer Zukunft einen Wurf plant.

Ehe Sie nun losfahren und sich Hals über Kopf in einen der süßen Welpen verlieben, sollten Sie sich über weitere Aspekte des Welpenkaufs Klarheit verschaffen. Ist der Welpe in Deutschland geboren, hat er Papiere des Deutschen Retriever Clubs ( DRC ), denn der DRC ist der einzige Verein in Deutschland, der international anerkannte Ahnentafeln ( FCI und VDH ) für Curlies ausstellt.
Der DRC stellt für die Retrieverzucht in seinen Reihen strenge Regeln auf. Bevor es zu einem Zuchtvorhaben kommen kann, müssen der zukünftige Züchter, die Zuchttiere und die Zuchtstätten gewisse Bedingungen erfüllen um den hohen Anforderungen des Vereins zu genügen:

  • Der Züchter in spe muss zwei kynologische Seminare besuchen. Hündin und Rüde müssen von anerkannten Tierärzten auf gesunde Hüften, Ellbogen und Augen untersucht werden
  • Das äußere, typische Erscheinungsbild des Hundes muss durch einen VDH-Richter bestätigt werden
  • Ein bestandener Wesenstest sollte in beiden Fällen vorhanden sein
  • Die Hunde haben Arbeitsprüfungen (Apportierprüfungen und / oder Jagdprüfungen) abgelegt
  • Gute Aufzuchtsbedingungen für einen Wurf werden vom DRC vorgegeben und überprüft
  • Sind alle diese Bedingungen erfüllt, kann der Züchter zum Deckrüden fahren und der Natur ihren Lauf lassen. Nach einer Tragezeit von rund 63 Tagen fällt dann der Wurf.

Haben Sie den Züchter ihres Vertrauens gefunden, werden Sie ihn hoffentlich mit vielen Fragen löchern und den gefallenen Wurf im Idealfall mehrere Male besuchen können. Aber der Züchter wird auch ihnen Fragen stellen. Wohnsituation, Familiengröße, kurz gesagt ihre Lebensumstände sind auch für ihn interessant. Er möchte die Welpen selbstverständlich in guten Händen wissen.

Kurz vor der Abgabe der Welpen an die Käufer wird der Wurf von einem Wurfabnahmeberechtigten des DRC kontrolliert. Positives und Negatives wird in einem Protokoll vermerkt welches sie sich zeigen lassen sollten.

Der Welpe wird mit frühestens 8 Wochen an seine neuen Besitzer übergeben. Er ist zu diesem Zeitpunkt gechippt, geimpft (SHL-P) und mindestens viermal entwurmt.

Trotz aller konsequenten Reglementierungen durch einen Verein, kann es leider keine Garantie für einen gesund heranwachsenden Hund geben. Sie können aber sicher sein, dass durch die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit Mensch-Hund, durch die überprüfbaren gesundheitlichen Fakten, sowie eine liebevolle Aufzucht das bestmögliche getan wird damit sie einen wesensfesten und agilen Welpen mit nach Hause nehmen können, der sie in Zukunft durch den Alltag begleitet.

Ihr Züchter wird sich weiterhin freuen vom Wohlergehen des Hundes zu erfahren und er wird ihnen hoffentlich auch noch lange nach der Abgabe mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sollte es nicht möglich sein einen Curly-Welpen in Deutschland zu finden und der nächste Weg führt Sie ins Ausland, dann achten Sie auch hier darauf, dass der zukünftige Welpe in einem von der FCI anerkannten Verein gezüchtet wird.

Die FCI (Federation Cynologique Internationale) ist die internationale Dachorganisation der Kynologie. Sie garantiert innerhalb ihrer Organisation die gegenseitige Anerkennung der Abstammungsurkunden der Länder. Gleichfalls anerkannt sind der Kennel Club (KC) Englands und der AKC Amerika.

Im Regelfall wird ein Hund im Ausland mit ca. 8 Wochen abgegeben, in der Schweiz mit 10 Wochen.

Erkundigen Sie sich frühzeitig über die Bedingungen zur Einreise nach Deutschland.

  • Zur Einreise in die EU muss der Welpe mit einem Mikrochip versehen sein oder eine Tätowierung aufweisen.
  • Er benötigt einen genormten EU-Heimtierausweis und eine Bescheinigung darüber, dass kein Kontakt zu fremden Tieren bestand.
  • Mehr dazu unter Yorkshire-Terrier-Journal.

FAQs zum Curly Coated Retrieber

Passt ein Curly zu mir obwohl ich Allergiker bin?

Die Frage ist nicht generell zu bejahen. Es kann möglich sein, sollte aber vor Welpenkauf unbedingt ausprobiert werden. Bei einigen Menschen wirkt sich die besondere Fellstruktur und die fehlende Unterwolle positiv aus, bei anderen bleibt die Allergie bestehen.

Haaren Curly Coated Retriever?

Natürlich wechselt auch der Curly jährlich sein Haarkleid, so dass immer wieder Haare auf dem Boden zu sehen sind.

Welche Fellpflege benötigen die Locken?

Bei guter Lockenstruktur ist ein Trimmen des Fells alle 4-6 Wochen ausreichend. Kamm oder Bürste sind im Curlyfell fehl am Platz. Eine feuchte Handmassage hilft abgestorbenes Fell auszumassieren. Schwimmen ist eine natürliche Reinigung und lässt die Locken gut aussehen. Bei starken Verschmutzungen hilft eine reinigende Dusche mit entsprechenden Hundeshampoos. Wichtig ist das gründliche Trocknen des Hundes nach dem Baden. Vermeiden Sie Zugluft und lassen Sie ihn sich trocken rennen.

Wer passt zu mir, Rüde oder Hündin?

Eine persönliche Geschmacksfrage. Aber hier sind die Fakten, die eine Kaufentscheidung beeinflussen könnten:

  • Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig.
  • Es stimmt nicht, dass jede Hündin einmal im Jahr Junge bekommen sollte!!
  • Rüden sind stattlicher in ihrem Aussehen. Sie heben auf Spaziergängen häufig das Bein um ihre Duftmarken zu setzen. Natürlich ist ihr Interesse an läufigen Hündinnen groß.
  • Sind Sie unentschlossen, so sollten Sie sich informieren wie die Mehrheitsverhältnisse in der Nachbarschaft sind und sich dann der Mehrheit anschließen

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