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Barsoi

Die Gesamterscheinung des Barsoi ist vor allem durch seine imponierende Größe, sein reiches Haarkleid, die Schönheit der Farben, die Ausgeglichenheit der Proportionen, die Eleganz und die Harmonie seiner Konturen und Bewegungen gekennzeichnet, was seinem Exterieur einen unverkennbaren Adel verleiht.

Abstammungsmäßig soll der Barsoi auf dem alten russischen Windhund mit einem leichten Zuschuss von Krim- und Bergwindhundblut basieren.
Sein Wesen zeichnet sich im allgemeinen durch vornehme Ruhe und Zurückhaltung, sowie durch Sicherheit und Unerschrockenheit aus. Als Hetzhund ist der Barsoi schnell und ausdauernd. Im Kampfe kann er zum gefährlichen Gegner werden, denn trotz der Eleganz seines Äußeren handelt es sich um einen kräftigen, ursprünglich kampffreudigen Hund, welcher in der UdSSR als Jagdhund eingesetzt wird.
Als Jagdhund soll sich der Barsoi durch scharfe Sicht, große Schnelligkeit – vorab auf kurzen Strecken – und Raubzeugschärfe auszeichnen. Maßgebend für die Beurteilung ist stets die Gesamterscheinung, sowie die Wesensverfassung. Die Gesamterscheinung, die der maßgebendste Beweis der Rassenreinheit ist, soll bei der Beurteilung gegenüber anderen Punkten, so wichtig diese auch sein mögen, nie nachgestellt werden.

Größe: Die Schulterhöhe beträgt beim Rüden 70 – 82 cm und mehr; die Hündin ist um ca. 5 cm niedriger.
Besondere Höhe wird im allgemeinen so lange geschätzt, als sie nicht auf Kosten der Harmonie des Gesamtbildes geht und die Geschwindigkeit nicht beeinträchtigt.
Die Widerristhöhe übertrifft die Kreuzbeinhöhe nur um weniges oder ist ihr gleich.
Format: Leicht gestrecktes Rechteckformat, d.h. die Rumpflänge übertrifft die Schulterhöhe um 1 – 2 cm.
Typus: Ausgesprochener linearer oder leptosomer Konstitutionstyp (langschädlig, langgliedrig, schmal – und flach – aber tiefbrüstig).
Verwendungsart: Hetzhund, insbesondere zur Jagd auf Hase, Fuchs und Wolf. Heute im Westen vielfach als Rennhund tätig.

Haarkleid:
Lang, seidig, gewellt oder gelockt. Besonders reiches und dichtes Schmuckhaar am Hals, an der Unterbrust, an der Hinterseite des Vorderlaufes, an den Hinterbacken und an der Rute. Kurz nur am Kopf, an den Ohren und an der Vorderseite der Läufe. Kurzhaar, kleine Löckchen oder Kraushaar gelten als Schönheitsfehler.
Farbe:
Weiß, gold in allen Schattierungen, gold mit silbernem Aufflug, gold dunkel gewolkt, rot, schwarz gewolkt bei dunklem Fang und Läufen; grau von aschgrau bis gelblich-grau; gestromt: gold, rot oder grau mit ausgedehnten dunkleren Streifen, rot, schwarz und alle Abstufungen dieser Farben. Brandzeichnung ist erlaubt, doch nicht wünschenswert.
Bei dunkel gefärbten Hunden sind sowohl eine schwarze Maske, wie breite, dunkle Abzeichen auf dem Körper typisch.
Alle diese Farben können einfarbig oder als Scheckung auf weißem Grund vorkommen.
Bei den einfarbigen Hunden ist die Farbe an der Oberseite dunkler und hellt sich bauchwärts und an der Hinterseite der Läufe auf.

Quelle: FCI-Standard Nr. 193 b / (Fragment)