Ein Hund zieht ein – Tipps für Eltern und Kinder

Dem Einzug eines Hundes fiebert die ganze Familie mit Freude entgegen. Damit das Zusammenleben klappt, muss vieles geregelt werden. Viele Maßnahmen sollten bereits im Vorfeld getroffen werden, damit sich Erwachsene, Kinder und der Vierbeiner vom ersten Tag an aufeinander konzentrieren können.

Ausstattung für den Hund

Die Ausstattung des Hundes wird im Vorfeld angeschafft. Die Kinder dürfen natürlich mitentscheiden, welche Farbe das Hundekörbchen haben soll. Wichtig ist, dass es zur Größe des Vierbeiners passt und sich leicht reinigen lässt. Hochwertige Bezüge lassen sich in der Maschine waschen oder sind wasserbeständig. Weiterhin benötigt der Hund einen Futternapf, einen Wassernapf sowie Kauartikel. Die Leine, das Halsband beziehungsweise das Hundegeschirr werden passgenau gekauft, denn sie dürfen weder so weit sein, dass der Hund herausschlüpft und auch nicht drücken. Spielzeug können die Kinder selbst basteln. Beispielsweise zerschneiden sie ein Baumwolltuch in drei gleich breite Streifen und flechten diese zum Zopf. Der eignet sich hervorragend zum Zerren und Apportieren.

Versicherung

Ebenfalls im Vorfeld sollte ein Versicherungsvergleich durchgeführt werden. Wichtig ist eine Haftpflichtversicherung, die in einigen Bundesländern vorgeschrieben ist. Doch auch sonst ist sie unbedingt zu empfehlen. Sie tritt ein, wenn der Hund jemanden verletzt oder bei anderen einen Schaden anrichtet.

Ob eine Krankenversicherung und eine OP-Versicherung sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Rasse, dem aktuellen Gesundheitszustand des Hundes sowie von seinem Alter ab. Vor dem Abschluss des Vertrags sollte unbedingt das Kleingedruckte gelesen werden. Hinsichtlich der Ausschlüsse unterscheiden sich die Anbieter deutlich.

Steuerliche Anmeldung

Die steuerliche Anmeldung des Hundes erfolgt direkt nach seinem Einzug in die Familie. Zuständig ist das örtliche Ordnungsamt, das alsbald einen Steuerbescheid übersenden wird. Wird die Anmeldung unterlassen, kann es richtig teuer werden. Ebenso erlässt das Ordnungsamt Bußgeldbescheide, wenn der Hundehalter die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners nicht von öffentlichen Plätzen beseitigt. Also unbedingt Hundekotbeutel zum Spaziergang mitnehmen und benutzen!

Futter für den neuen Hund

Wird der Hund als Welpe angeschafft, gibt der Züchter das passende Futter für die nächsten Tage mit. Dieses sollte in den nächsten zwei bis drei Wochen nicht gewechselt werden. Das Immunsystem des Welpen ist damit beschäftigt, sich an die neue Umgebung anzupassen. Da wäre eine Futterumstellung eine zusätzliche Belastung. Holt sich die Familie einen erwachsenen Hund ins Haus, fragt sie den Verkäufer nach der bisher verfütterten Marke und besorgt sie, bevor der Vierbeiner einzieht. Wer mit der Zusammensetzung nicht zufrieden ist, kann nach etwa zwei Wochen Eingewöhnungszeit umstellen. Wichtig ist nicht, dass das Futter als besonders gut verträglich beworben wird, sondern dass die Zusammensetzung artgerecht ist. Das bedeutet, Konservierungsstoffe und chemische Zusätze sollten ebenso wenig vorhanden sein wie Mittel, mit denen sich Hundefutter strecken lässt. Dazu zählen beispielsweise Rübenschnitzel und Getreide. Ein hoher Fleischanteil, bei dem sich alle Bestandteile nachvollziehen lassen, macht das Hundefutter hochwertig.

Abholung

Damit der erste Tag im neuen Zuhause für den Hund nicht zu stressig wird, holen ihn höchstens zwei Familienmitglieder ab. Eine Decke mit dem vertrauten Geruch vom alten Heim macht den Abschied leichter. Im Auto ist der Vierbeiner zu sichern. Eine ihn kraulende Hand beruhigt ihn, so dass er das die Mutter und die Geschwistern weniger vermisst. Zu Hause angekommen soll sich der Hund im Freien lösen. Dazu bleibt er an der Leine und wird gelobt, wenn er sein Pfützchen gemacht hat. So lernt er von Beginn an, dass er sein Geschäft nicht in der Wohnung zu verrichten hat. Am Training der Stubenreinheit wird fortan gearbeitet.

Regeln aufstellen

Bereits vor dem Einzug des Hundes setzt sich die Familie zusammen und erstellt die Regeln für den Umgang mit dem Hund. Geklärt werden muss, wo sein Platz ist, was erlaubt und was verboten ist, wer wann mit ihm spazieren geht und welche Kommandos künftig genutzt werden. Einen Namen braucht das neue Familienmitglied natürlich auch. Entscheiden dürfen hierüber die Kinder. Nur wenn sich alle Familienmitglieder einig sind, funktioniert das Zusammenleben mit dem Vierbeiner. Wer die Regeln einmal bricht, braucht sich nicht wundern, wenn der Vierbeiner irritiert reagiert und später nicht hört.

Sein Platz ist für Kinder tabu

Genauso wie Kinder das Kinderzimmer für sich beanspruchen, steht dem Hund ein Rückzugsort zur Verfügung, der nur für ihn gedacht ist. Dies ist sein Körbchen, in das sich die Kinder auch nicht zum Spielen mit dem Hund setzen dürfen. Am besten steht es an einem ruhigen Platz, der dem Hund eine gute Aussicht auf das Geschehen bietet. Er muss frei von Zugluft sein, damit sich der Hund nicht erkältet. In diesem Zusammenhang sollten Kinder außerdem darauf hingewiesen werden, dass der Hund kein Spielzeug ist, sondern ein Lebewesen, das Freude und Schmerz empfindet. Der Umgang mit der Fellnase muss besonnen und sanft sein. Auch aus Spaß darf das Tier weder am Schwanz noch an den Ohren gezogen werden. Zum Schluss noch ein Hinweis: Bei Kindern und Hunden kommt es gelegentlich zu Missverständnissen in der Kommunikation. Sie sollten daher nie unbeaufsichtigt zusammen bleiben.